Februar, 2010

 

Jahre später…

Dienstag, Februar 9th, 2010

Euch von damals bis heute alles zu erzählen, wäre zu lang. Also picke ich nur einige Episoden heraus, um Euch davon zu berichten.
Wie im vorigen Beitrag erwähnt, saß ich tagelang im zarten Alter von 5 Jahren voll Entzücken auf dem Kutschbock. Aber irgendwann reichte mir das nicht mehr. Ich wollte auf einem Pferderücken sitzen! Zu Hause in der Stadt war es gar nicht so einfach, eine Möglichkeit zu finden. Und schon gar nicht in dem Alter! Wenn ich heute manchmal die kleinen Mäuse auf den Ponys sehe, erinnere ich mich, dass es zu meiner Zeit immer hieß: “Wir nehmen Kinder erst ab 12 Jahren, vorher sind die Knochen viel zu weich!”. Da frage ich mich, haben die Kids von heute härtere Knochen…? Und dann war da noch das Problem, dass es lange nicht so viele Reiterhöfe gab. Durch viel Glück, ein gutes Schulzeugnis (das wurde nämlich überprüft) und langem Anstehen hatte ich dann die Chance, einen begehrten Platz in einem Ferienreitkurs zu bekommen. Ich war inzwischen fast 12 Jahre alt und überglücklich. Es waren zwei wunderschöne Wochen, die leider viel zu schnell zu Ende gingen. Danach mußte es auf jeden Fall weitergehen! Und so landete ich statt in einem Freizeitstall einige Zeit später durch einen Zufall in einem Rennstall. Was für eine andere Welt, hatte ich doch gerade erst Reiten im klassischen Stil gelernt. Es war spannend, die aktiven Galopper reiten zu dürfen und doch so sehr anders! Die Steigbügel waren plötzlich so kurz, dass ich mir mit den Knien die Ohren zuhalten konnte. Ich werde es nie vergessen, meinen ersten Ritt hatte ich an der Longe auf Gawlick, einem Schimmelhengst. Er war sehr lieb und hat mir meine anfängliche Angst genommen. Danach ging es immer ins Gelände, meist auf Suade, einem Traum in schwarz! Aber an was mußte man nicht alles denken! Bei einem Ausritt mit dem Cheftrainer (heute Rennrichter auf der Galopprennbahn Berlin-Hoppegarten) vergaß ich, dass ich mit einer Stute niemals einen Hengst überholen darf. Nicht nur ich mußte neu aufsteigen. Der Trainer war ziemlich sauer!

Wie es dann mit mir weiterging, demnächst…!

Das erste Mal!

Donnerstag, Februar 4th, 2010

Wer erinnert sich nicht gern an das erste Mal…? Ich weiß noch genau, wann ich zum ersten Mal Stall-Luft in die Nase bekam. Es war im hohen Norden. Obwohl ich ein Großstadtkind war, liebte ich schon immer das Landleben. Zu meiner Freude verbrachten wir die Freien, egal ob Sommer oder Winter, nicht weit entfernt von der Ostsee in einem wunderschönen kleinen Dorf. Dort gab es unzählige Hühner, Gänse, Schafe, Kühe und PFERDE! Unsere Wirtsleute hatten ein Fuhrunternehmen, welches aus Pferd und Wagen bestand, und so fuhr ich schon als Fünfjährige den ganzen Tag mit dem Pferdewagen umher. Für mich als Stadtkind war das ein Traum, was die Kinder vom Dorf überhaupt nicht verstehen konnten. Das Beste war, unser Zimmer war über dem Pferdestall! Man hörte das Klirren der Ketten, das Schnauben der Pferde und dann war da noch dieser Duft…! Wann hattet Ihr das erste Mal diesen Stallduft in der Nase?

Stall-Luft…, die Einen sagen so – die Anderen so…

Mittwoch, Februar 3rd, 2010

Stall-Luft oder Stall-Mief?? Für mich war und ist es immer ein Duft, ein wohlriechender Pferdeduft. In diesem Blog möchte ich davon berichten, was man in vielen Jahren so alles in die Nase, vor Augen und unter den Sattel kriegen kann. Vom Kindertraum des eigenen Ponys bis hin zum eigenen Pferdehof, ein langer Weg und doch so kurz! Vielleicht hat einer von Euch auch schon mal davon geträumt. Also laßt uns einfach gemeinsam Stall-Luft schnuppern…