Der Wunsch, mein Pferd selbst zu versorgen, wurde in den letzten Jahren immer stärker. Irgendwann fing ich an, fast täglich die entsprechenden Annoncen im Internet zu studieren. Immer wieder trommelte ich die Familie, bestehend aus meinem Mann und unserem gemeinsamen Sohn zusammen, um sie von irgendeinem fast zerfallenem, aber dafür bezahlbarem Resthof zu überzeugen. Jedes Mal schauten sie mich mit großen Augen an und fragten, was wir denn im Oderbruch wollen? Ich muß dazu sagen, dass der Pferdevirus auf den Rest der Familie nicht übergesprungen war und die Beiden nicht bereit waren, ihr Leben komplett umzukrempeln.
Aber dann entdeckte ich eine Anzeige, in der ein Pferdehof ca. 15 km weit von unserem Wohnort entfernt angeboten wurde. Noch am selben Abend stand ich im Dunkeln, bei minus 22°C und der ersten Monatspacht in der Hand auf dem Hof und sagte ohne Nachzudenken zu.
Das Abenteuer konnte beginnen…