Aus der Tierheilkunde

 

Frühlingszeit – Fellwechselzeit (Fellwechsel beim Pferd)

Dienstag, März 8th, 2011

So schön es auch ist, die ersten Frühboten zu empfangen und den Eindruck zu haben, dass die Pferde die Sonnenstrahlen im März  geniessen, beginnt dennoch für manche Pferde eine anstrengende Zeit. Die Zeit des Fellwechsels!

Der Organismus wird besonders bei alten und kranken Tieren  beim Fellwechsel sehr  belastetet.  Das liegt daran, dass der Stoffwechsel nicht mehr so gut funktioniert und häufig keine Energiereserven zur Verfügung stehen. Das Pferd hat dann Schwierigkeiten, das Fell abzuwerfen und neues zu bilden. Darum ist die richtige Fütterung gerade zu dieser Zeit besonders hilfreich und wichtig.

Seit einigen Jahren beginne ich schon rechtzeitig mit der Zugabe von bestimmten Kräutern und ausgewählten Ölen.  Ein gutes Angebot findet man z. B.  bei www.deganius.de . Das Besondere ist, dass man dort nicht nur einzelne Kräuter bestellen, sondern  auch ein Kräuterabo abschliessen kann. Passend zur Jahreszeit (Fellwechsel, Husten usw.) bekommt man die entsprechende Mischung zugeschickt. Somit füttert man sehr abwechslungsreich und der jeweilige Bedarf  des Pferdes wird gedeckt.

Ansonsten hilft auch Bürsten, Bürsten und nochmal Bürsten…

Brennnessel – natürlich entschlacken

Dienstag, Februar 8th, 2011

Von den Einen als ungeliebtes Unkraut verteufelt und von den Anderen als wertvolle Heilpflanze anerkannt. Die Brennnessel gehört heute zu den wichtigsten Heilmitteln zur Blutreinigung.

Ihre Anwendungsebiete:

  • Blutarmut / Eisenmangel
  • Harnwegsinfektionen
  • Nierenerkrankungen (auch zur Vorbeugung)
  • Rheuma
  • Gicht

Die Inhaltsstoffe der Brennnessel wirken u.A. diuretisch (harntreibend), analgetisch (schmerzstillend), antiphlogistisch (entzündungshemmend) und antirheumatisch.

Ein Tee zur innerlichen Anwendung wird wie folgt zubereitet:

Zwei gehäufte Esslöffel frischer Blätter oder Wurzeln in ca. 200ml kochendes Wasser geben und etwa 5 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Anschließend abseien, abkühlen und über das Futter verteilen. Bei getrockneten Brennnesseln genügt ein Esslöffel auf 200ml Wasser.

Als Kur empfiehlt es sich, den Tee über eine Zeitspanne von 3 Wochen zu verabreichen.

Äußerlich kann man Brennnesseln zur Unterstützung  von rheumatischen Beschwerden anwenden.

Vorsicht bei tragenden Tieren: Die Wirkstoffe der Brennnessel können evtl. Gebärmutterkontraktionen hervorrufen.

Schon Hippokrates, der berühmteste Arzt der Antike, hatte die Brennnessel als Heilpflanze entdeckt.

Smegmastein oder auch Urinstein genannt

Sonntag, Februar 6th, 2011

Alle Stutenbesitzer können sich jetzt entspannt zurücklehnen. Aber alle Pferdebesitzer, die einen Wallach ihr Eigen nennen, aufgepasst!

Wer denkt denn bei einem “festgehaltenem” Rücken, Lahmheiten, häufigem Absetzen von Urin oder einfach nur Rummotzen des Pferdes gleich an Steine im Schlauch? Kaum jemand. Aber im Gegensatz zu den Hengsten, funktioniert bei Wallachen der Prozess der Selbstreinigung nicht.

Bei Wallachen, die zur Bildung von Smegmasteinen neigen, entstehen oft mehrere Steine gleichzeitig und immer wieder von Neuem.  Aus dem weichen Smegma werden zusammen mit dem Urin mit der Zeit immer härtere Klumpen, die letztendlich auf die Harnröhre drücken.  Die Steine sitzen in der Regel in der Eichelgrube und man kann sie im Prinzip leicht ertasten. Nur leider lassen es die Wallache häufig nicht zu. Darum empfiehlt es sich, bei jeder Gelegenheit, z.B. Sedation bei der Zahnbehandlung, den Schlauch zu untersuchen. Dabei schiebt man am ausgeschachteten Penis die Eichel etwas zurück und holt vorsichtig die Steine aus der Eichelgrube.

Es macht Sinn, den Schlauch des Pferdes regelmäßig mit warmem Wasser zu säubern. Zum einen gewöhnt es sich daran und zum Anderen haben Smegmaanhaftungen erst gar keine Chance.

Achtung! Bei Nichterkennen von Smegmasteinen kann es zu äußerst schmerzhaften Nierenkoliken kommen!

Ingwer – natürliches Aspirin

Samstag, Februar 5th, 2011

Während die Ingwerwurzel in China seit tausenden Jahren als Heilmittel eingesetzt wird, rückt die unscheinbare Knolle seit einiger Zeit auch in Europa immer mehr auf den  Behandlungsplan. Mit dem Einzug von TCM ist die Heilwirkung auch in Deutschland inzwischen wissenschaftlich anerkannt.

Die Anwendungsgebiete von Ingwer sind sehr weitreichend und seine schmerz- und endzündungshemmende Wirkung wird  z.B. eingesetzt bei:

  • Appetitlosigkeit
  • Magen-Darm-Geschwüre
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Rheuma
  • Arthritis
  • Husten

Ingwer kann innerlich als Tee aber auch äußerlich als warme Kompresse auf die betroffenen Gelenke oder Muskeln genutzt werden. Dazu einfach ein wallnussgroßes Stück Ingwerwurzel in Scheiben schneiden und mit kochendem Wasser übergießen. Das Ganze c. 5 Minuten ziehen lassen und entsprechend anwenden.

Achtung! Da die Blutgerinnung durch Ingwer verlangsamt wird, nicht unmittelbar vor Operationen verabreichen. Außerdem sollte Ingwer nicht an tragende bzw. laktierende Stuten und nicht dauerhaft verabreicht werden.

Schon Konfuzius erkannte, dass Ingwer ein großes Geschenk der Natur ist. Nicht nur als Gewürz…