Anfang Februar, 25 cm Schnee, minus 14 Grad Celsius, strahlend blauer Himmel und Sonne satt! Wenn das kein guter Arbeitsbeginn ist! Dazu ein halbes Dutzend rehbraune Augenpaare, die mich erwartungsvoll anstarren: “Du bist also die Neue! Na egal, Hauptsache, wir bekommen unser Futter! “
Was war ich froh, dass ich die ersten Pferde mit übernommen hatte. So hatte ich nicht das Gefühl, völlig bei Null anzufangen.
Es stand von Anfang an fest, meine inzwischen altgewordene Stute zu mir zu holen. Sie war schließlich der Grund für meinen Neuanfang! Aber es war absolut kein Reisewetter für meine Rentnerin und so pendelte ich die erste Zeit zwischen dem eigenen Hof und dem anderen Pensionsstall. Zu Beginn war das okay für mich, weil die Stute es in ihrem Stall auch gut hatte. Mit der Zeit wurde ich aber immer ungeduldiger. So süss “meine” Pensionspferde auch waren, ich wollte mein eigenes Pferd versorgen.
Aber zurück zum ersten Arbeitstag. Es war toll! Und meine erste Erkenntnis: Ohne Hammer geht im Offenstall gar nichts! Die Äppel waren nämlich alle gefroren und mit der Erde fest verwachsen! Also abschlagen und immer schön dabei den Mund zu…!
Man lernt halt nie aus…