Smegmastein oder auch Urinstein genannt

geschrieben von admin am Februar 6th, 2011

Alle Stutenbesitzer können sich jetzt entspannt zurücklehnen. Aber alle Pferdebesitzer, die einen Wallach ihr Eigen nennen, aufgepasst!

Wer denkt denn bei einem “festgehaltenem” Rücken, Lahmheiten, häufigem Absetzen von Urin oder einfach nur Rummotzen des Pferdes gleich an Steine im Schlauch? Kaum jemand. Aber im Gegensatz zu den Hengsten, funktioniert bei Wallachen der Prozess der Selbstreinigung nicht.

Bei Wallachen, die zur Bildung von Smegmasteinen neigen, entstehen oft mehrere Steine gleichzeitig und immer wieder von Neuem.  Aus dem weichen Smegma werden zusammen mit dem Urin mit der Zeit immer härtere Klumpen, die letztendlich auf die Harnröhre drücken.  Die Steine sitzen in der Regel in der Eichelgrube und man kann sie im Prinzip leicht ertasten. Nur leider lassen es die Wallache häufig nicht zu. Darum empfiehlt es sich, bei jeder Gelegenheit, z.B. Sedation bei der Zahnbehandlung, den Schlauch zu untersuchen. Dabei schiebt man am ausgeschachteten Penis die Eichel etwas zurück und holt vorsichtig die Steine aus der Eichelgrube.

Es macht Sinn, den Schlauch des Pferdes regelmäßig mit warmem Wasser zu säubern. Zum einen gewöhnt es sich daran und zum Anderen haben Smegmaanhaftungen erst gar keine Chance.

Achtung! Bei Nichterkennen von Smegmasteinen kann es zu äußerst schmerzhaften Nierenkoliken kommen!

 

Ingwer – natürliches Aspirin

geschrieben von admin am Februar 5th, 2011

Während die Ingwerwurzel in China seit tausenden Jahren als Heilmittel eingesetzt wird, rückt die unscheinbare Knolle seit einiger Zeit auch in Europa immer mehr auf den  Behandlungsplan. Mit dem Einzug von TCM ist die Heilwirkung auch in Deutschland inzwischen wissenschaftlich anerkannt.

Die Anwendungsgebiete von Ingwer sind sehr weitreichend und seine schmerz- und endzündungshemmende Wirkung wird  z.B. eingesetzt bei:

  • Appetitlosigkeit
  • Magen-Darm-Geschwüre
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Rheuma
  • Arthritis
  • Husten

Ingwer kann innerlich als Tee aber auch äußerlich als warme Kompresse auf die betroffenen Gelenke oder Muskeln genutzt werden. Dazu einfach ein wallnussgroßes Stück Ingwerwurzel in Scheiben schneiden und mit kochendem Wasser übergießen. Das Ganze c. 5 Minuten ziehen lassen und entsprechend anwenden.

Achtung! Da die Blutgerinnung durch Ingwer verlangsamt wird, nicht unmittelbar vor Operationen verabreichen. Außerdem sollte Ingwer nicht an tragende bzw. laktierende Stuten und nicht dauerhaft verabreicht werden.

Schon Konfuzius erkannte, dass Ingwer ein großes Geschenk der Natur ist. Nicht nur als Gewürz…

 

Der Pachtvertrag ist unterschrieben

geschrieben von admin am Februar 4th, 2011

Nun stand es also fest.  Ich hatte einen Pferdehof. Mit allem, was dazu gehört! Gleich nach der unsagbaren Freude kamen die Fragen: Wieviele Pferde möchte ich einstellen? Woher bekomme ich Heu und Stroh? Wieviel davon kann ich lagern? Wohin mit dem Mist? So manch anderer hätte vielleicht vorher darüber nachgedacht, ich nicht.  Wo ein Wille, da ein Weg…!

Die Vorstellung, meine Stute ab sofort täglich zu sehen, half mir über hin und wieder aufkommende Zweifel hinweg. Ich hatte die rosarote Brille auf und das bißchen Arbeit macht sich doch mit links!

 

Der eigene Pensionsstall

geschrieben von admin am Februar 3rd, 2011

Der Wunsch, mein Pferd selbst zu versorgen, wurde in den letzten Jahren immer stärker. Irgendwann fing ich an, fast täglich die entsprechenden Annoncen im Internet zu studieren. Immer wieder trommelte ich die Familie, bestehend aus meinem Mann und unserem gemeinsamen Sohn zusammen, um sie von irgendeinem fast zerfallenem, aber dafür bezahlbarem Resthof zu überzeugen. Jedes Mal schauten sie mich mit großen Augen an und fragten, was wir denn im Oderbruch wollen? Ich muß dazu sagen, dass der Pferdevirus auf den Rest der Familie nicht übergesprungen war und die Beiden nicht bereit waren, ihr Leben komplett umzukrempeln.

Aber dann entdeckte ich eine Anzeige, in der ein Pferdehof ca. 15 km weit von unserem Wohnort entfernt angeboten wurde. Noch am selben Abend stand ich im Dunkeln, bei minus 22°C und der ersten Monatspacht in der Hand auf dem Hof und sagte ohne Nachzudenken zu.

Das Abenteuer konnte beginnen…

 

Kinder, wie die Zeit vergeht

geschrieben von admin am Februar 2nd, 2011

Mit dem Kauf meiner Stute war der Grundstein für ein Leben mit Pferden nun endgültig gelegt. Eine wunderbare Zeit mit vielen Höhen und Tiefen begann für mich. Von kleinen Tuniererfolgen bis hin zur fast tödlich endenden Kolik war alles dabei.

Inzwischen sind mehr als zwei Jahrzehnte vergangen, mein damals sechsjähriges Pferd ist jetzt 28 Jahre alt und ich bin für jeden Tag dankbar, den ich mit ihr erleben darf. Es ist spannend zu sehen, wie die Stute einerseits ihrem nicht immer ganz einfachen Charakter stets treu bleibt, sie sich andererseits mit zunehmendem Alter auch stark verändert.

Ohne dass ich viel darüber nachgedacht habe, hat sie mein Leben immer wieder gelenkt. So kam es, dass ich eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin machte und mich sogar für einen eigenen Pferdehof entschied.

Das Leben ist halt doch ein Ponyhof!!